Wert und Preis

Preise in Immobilienanzeigen: Was sie über den Wert Ihres Hauses sagen

Anzeigen zeigen, was Verkäufer verlangen, nicht was Käufer zahlen. Wo Sie echte Kaufpreise finden und wie Sie damit Ihren Preis besser einschätzen.

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MarktberichtHäuser: Preis pro m²

Angebotspreis und Kaufpreis sind zwei verschiedene Dinge

In einer Anzeige steht der Preis, den sich ein Verkäufer wünscht. Fachleute nennen ihn Angebotspreis. Ob ein Käufer ihn zahlt, steht dort nicht. Nach der Anzeige wird oft noch verhandelt, und manche Anzeige bleibt lange online, ohne dass das Haus verkauft wird.

Wer seinen eigenen Preis nur aus Anzeigen ableitet, vergleicht also Wünsche mit Wünschen. Das kann dazu führen, dass Sie zu viel verlangen und lange auf einen Käufer warten.

Wer die echten Preise kennt

Jede Stadt und jeder Kreis hat einen Gutachterausschuss, in manchen Ländern ist er für eine ganze Region zuständig. Er bekommt von den Notaren eine Abschrift jedes Kaufvertrags über ein Grundstück (§ 195 BauGB). Daraus entsteht die Kaufpreissammlung, also eine Sammlung tatsächlich gezahlter Preise.

Die einzelnen Verträge sind nicht öffentlich. Der Ausschuss wertet sie aber aus und veröffentlicht die Ergebnisse, etwa die Bodenrichtwerte und Durchschnittspreise (§ 193 BauGB).

Was im Marktbericht steht

Die Auswertung erscheint meist einmal im Jahr als Grundstücksmarktbericht. Darin steht zum Beispiel, was Einfamilienhäuser in Ihrer Gegend pro Quadratmeter Wohnfläche gekostet haben, oft getrennt nach Baujahr und Lage. Manche Ausschüsse nennen auch Vergleichsfaktoren, die auf tatsächlich erzielten Kaufpreisen beruhen.

Viele Berichte gibt es online, manche kostenlos, manche gegen eine Gebühr. Suchen Sie nach dem Gutachterausschuss Ihrer Stadt oder Ihres Kreises.

Was Sie jetzt tun können

So kommen Sie zu einem realistischen Bild:

  1. Marktbericht Ihres Gutachterausschusses lesen und die Preise pro Quadratmeter für Häuser wie Ihres ansehen.
  2. Erst danach Anzeigen vergleichen, mit dem Wissen, dass es Wunschpreise sind.
  3. Das Haus vor Ort einschätzen lassen, denn Zustand und Lage machen den Unterschied.

Wie eine Bewertung im Einzelnen abläuft, lesen Sie unter Wie wird ein Haus vor dem Verkauf bewertet. Welche Papiere Sie dafür bereithalten, steht im Beitrag zu den Unterlagen für den Hausverkauf.

Beispiel

Herr Beispiel sieht in einem Portal drei ähnliche Häuser in seiner Straße, alle mit hohen Preisen. Bevor er seinen Preis festlegt, liest er den Marktbericht des Gutachterausschusses. Dort stehen die Preise, die in seiner Gegend tatsächlich gezahlt wurden. Er merkt: Die Anzeigen liegen darüber. Er lässt sein Haus vor Ort einschätzen und setzt einen Preis an, der zu den echten Verkäufen passt.

Häufige Fragen

Kann ich beim Gutachterausschuss den Preis eines bestimmten Hauses erfragen?

In der Regel nicht. Die Kaufpreissammlung ist vertraulich. Der Ausschuss veröffentlicht nur Auswertungen wie Durchschnittswerte und Bodenrichtwerte. Eine Auskunft aus der Sammlung gibt es nur bei berechtigtem Interesse und dann ohne Namen.

Sind Online-Rechner genauer als Anzeigen?

Online-Rechner geben meist eine grobe Spanne. Sie kennen weder den Zustand noch die Besonderheiten Ihres Hauses. Für einen belastbaren Preis braucht es den Blick vor Ort.

Was kostet ein Grundstücksmarktbericht?

Das ist je nach Land und Ausschuss verschieden. Manche Berichte sind kostenlos online, andere kosten eine Gebühr. Auf der Seite Ihres Gutachterausschusses steht, wie Sie ihn bekommen.

Quellen

  1. § 195 BauGB: Kaufpreissammlung gesetze-im-internet.de
  2. § 193 BauGB: Aufgaben des Gutachterausschusses gesetze-im-internet.de
  3. Stadt Nürnberg: Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses nuernberg.de

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

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